Institut für Physikalische Chemie (Anbau)
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Typ: Institutsgebäude
Bauwerk: Institut für Physikalische Chemie (Anbau)
Ort: Frankfurt
Jahr(e): 1929–1931
Entwurf / Ausführung
Neubau
Literatur / Quellen
Quellen / Literatur: ISG FFM, Sign. V17, 10; Dank für Hinweise und Informationen: Lars Christian vom Physikalischen Verein und Dr. Andrea C. Hansert (Frankfurt/M.), die an einer Geschichte des Physikalischen Vereins in Frankfurt arbeitet.
Bildnachweis
Bildnachweis: Archiv des Physikalischen Vereins – Gesellschaft für Bildung und Wissenschaft / ISG FFM.
Der 1824 in Frankfurt / M. gegründete Physikalische Verein bezog 1908 ein eigenes, im neobarocken Stil errichtetes Gebäude in der Robert-Mayer-Straße, in dem dann auch die Institute für Physik der 1914 eröffneten Universität untergebracht wurden. 1929 kam es am westlichen Gebäudeteil (Robert-Mayer-Straße 6) zu Planungen für einen rückwärtigen Anbau, der das Institut für Physikalische Chemie aufnehmen sollte. An MEs Entwürfen, die er vom befreundeten Kollegen Gerhard Planck ausarbeiten und umsetzen ließ, gab es aber wegen ihrer neusachlichen Machart von Seiten des Vorstands des Physikalischen Vereins Bedenken. Es wurde eine stärkere Anlehnung an den historistischen Hauptbau gewünscht. ME machte als Baudirektor gegenüber dem Vorstand deutlich, dass sich der Anbau den Gesamtplanungen der Universität einzufügen hätte und für einen Zweckbau der neobarocke Stil des Hauptgebäudes nicht in Frage käme: „Die Gebäude müssten Fensterreihen haben, die Luft und Licht geben. Auf keinen Fall würde eine Genehmigung für einen Bau erteilt, der nicht der neuen Bauweise entspräche“, hieß es im Vorstandsprotokoll vom 13. Juni 1929. Der dreigeschossige, flachgedeckte, und durch horizontale und senkrechte Fensterbänder charakterisierte Erweiterungsbau wurde am 18. April 1931 eingeweiht, wobei er in der Farbgebung und mit Fensterumrahmungen aus Sandstein auch auf den Hauptbau Bezug nahm. Doch bereits 1944 wurde er durch Bombeneinwirkung total zerstört.
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