Haus Hans Peter Elsässer

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Typ: Haus
Bauwerk:
Haus Hans Peter Elsässer
Ort: Neuhaus bei Höchstadt an der Aisch
Jahr(e): 1946

Entwurf / Ausführung
Entwurf

Literatur / Quellen
Literatur / Quellen: MES Archiv, 9 Blatt.

Bildnachweis
Hauptabbildung, Abb. 01–06: © Archiv Martin-Elsaesser-Stiftung

 

Anfang 1946 hielt sich ME für längere Zeit bei seinem Sohn Hans Peter („Hanner“) in Neuhaus bei Höchstadt an der Aisch im heutigen Landkreis Erlangen-Höchstadt auf, um sich dort von den Nachkriegsentbehrungen zu erholen und wieder zu Kräften zu kommen. Diese Zeit bei der Familie seines Sohnes beschrieb er in dem zu Ostern 1946 verfassten Gedicht „Winterreise“. Ihm ist auch zu entnehmen, dass ME bei dem Vorhaben von Hans Peter, ein eigenes Haus zu errichten, die treibende Kraft war: „Oft schmerzt es mich aufs Neue, Wie eng Ihr, Hanner, haust. Weißt Du, wie ich mich freue, Daß Du ein Haus Euch baust? Dir dabei gut zu raten. War mir besondre Lust: Mach daß den ersten Spaten-, Stich Du möglichst bald schon tust!“). Während seines Aufenthalts schuf ME im März 1946 die vorlagereifen, mit „Baugesuch“ titulierten Entwürfe für ein kleines Einfamilienhaus. Das konventionelle, im Grundriss längsrechteckige, mit Satteldach gedeckte und Gauben versehene, dreigeschossige Gebäude war für eine vierköpfige Familie gedacht, worauf zwei Kinderschlafzimmer im Dach- bzw. Obergeschoss hinwiesen. Eins war mit dem Namen des 1943 geborenen Enkel Thomas und eins mit einem Fragezeichen versehen, was auf die Schwangerschaft von Trudel Elsässer mit der dann im Juli 1946 geborenen Enkelin Regine deutete. Im Dachgeschoss waren zusätzlich ein „Mädchen“- und ein Gästezimmer geplant. Der Zugang in das Haus sollte über einen Hof und das auf der nördlichen Querseite freiliegende Untergeschoss erfolgen, das nur auf der Ostseite über weitere Fenster verfügte. Über eine mittige Treppenanlage waren die anderen Geschosse mit den eigentlichen Wohnräumen zu erreichen. Dazu sollte im Erdgeschoss ein die gesamte südliche Querseite einnehmendes Wohnzimmer mit einem erkerartigen Blumenfenster gehören. Wie das benachbarte Kinderspielzimmer öffnete es sich aber auch zur Westseite auf eine Terrasse. Hier zeigen sich – wenn auch im bescheidenen Maß – mit der Einbeziehung des Außenraums und der Berücksichtigung kindlicher Spielbedürfnisse für ME typische Entwurfsprinzipien. Ansonsten verwiesen die geplante Holverschalung der Erd- und Obergeschossfassaden sowie die Fensterläden auf die sehr ländliche Umgebung des Bauprojekts – welches letztlich wegen eines berufsbedingten Wohnortwechsels der Familie nicht zustande kam.

 

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